Religion und Spiritualität


Religion

Eine Zeit lang mochte ich den Satz: "Religion ist für Menschen, die Angst vor der Hölle haben. Spiritualität ist für die, die schon dort waren."

 

Ich hatte mit der Religion abgeschlossen. Ich brauchte soviel Abstand davon, wie nur möglich.

 

Inzwischen hab ich meine Einstellung geändert. Wir sind alle verschieden. Was auch immer Dich stärkt und Dir Halt gibt ist gut. 

 

Für mich persönlich ist es eine Mischung. Ursprünglich katholisch, finde ich eine ganze Reihe heidnischer Elemente im Katholizismus. Die mag ich noch immer.

Und Jesus find ich ziemlich sympatisch. Wenn er so war, wie die Geschichten über ihn sagen, taugt er für mich als Vorbild und Hoffnungsgeber. 

 

Die katholische Kirche selbst - da muss ich nicht viel dazu sagen. Das Ausmaß an sexueller Gewalt hinter dieser heiligen Fassade macht mich dermaßen wütend und fassungslos, es ist immer wieder schwer mich damit auseinanderzusetzen. 

Nicht zuletzt dadurch habe ich ein Misstrauen entwickelt, wann immer eine Sache zu sehr strahlt und glänzt. Ich bin argwöhnig, wenn der Schatten unsichtbar bleibt. 

Aggression ist Teil des Mensch seins. Ich schaue ihr lieber ins Auge, als dass sie sich von hinten anschleicht. 

 

Spiritualität

Womit wir bei der Spiritualität sind. Der Sinn von Spiritualität, wie ich sie verstehe, ist es, allen Dingen ihren angemessenen Raum zu geben. Sie kann uns  mit unseren Wurzeln verbinden und Rituale schaffen, die uns die Übergänge erleichtern. 

 

Glaube

Und Glaube schließlich, Glaube kann Hoffnung geben. Mir geht er zwar regelmäßig dann verloren, wenn ich ihn am dringendsten bräuchte, aber davon abgesehen läuft´s . 

 

Was, wie ich glaube, wirklich wichtig ist, ist Bodenhaftung und tragende Beziehungen.  Wir leben auf dieser Welt. Wir dürfen hoffen, aber leben müssen wir hier unten.